Beschreibung
Harald Weiler hat akribisch die Entwicklung der Schifffahrt auf der Saar recherchiert. Er beginnt mit den frühen Anfängen im Altertum und führt den Leser durch das Mittelalter, als die Erfindung der Kammerschleuse die Schifffahrt revolutionierte. Die Nähe zur Saar prägte das Leben vieler Lisdorfer Bewohner, die seit Jahrhunderten als Schiffer oder Flößer ihren Lebensunterhalt verdienten. Ab dem Jahr 1750 sind zahlreiche Namen von Lisdorfer Schiffern dokumentiert.
Im späten Mittelalter dominierte der gewerbliche Schiffsverkehr mit hölzernen Lastkähnen, die im Volksmund als “Kain” bekannt waren. Diese beeindruckenden Schiffe, bis zu 40 Meter lang und 6 Meter breit, konnten je nach Tiefgang bis zu 200 Tonnen Ladung transportieren. Die Eröffnung des Saar-Kohlen-Kanals ermöglichte später den direkten Zugang zum Rhein-Marne-Kanal und damit zum weitläufigen französischen Kanalnetz. Bald waren Saarschiffer nicht nur auf der Saar, sondern auch in Frankreich, den Benelux-Staaten und auf deutschen Wasserstraßen unterwegs.
Die Saarkanalisierung ab den 1960er Jahren ermöglichte es schließlich, die Saar mit größeren Schiffen zu befahren. In all diesen Zeiten waren es vor allem Schifferfamilien aus dem Saarland, insbesondere aus Lisdorf, die auf den Flüssen Europas zu Hause waren.
Harald Weilers Buch ist eine Hommage an diese mutigen Männer und Frauen, die die Geschichte der Saarschifffahrt geprägt haben. Es ist ein Muss für alle, die sich für die regionale Geschichte und die Entwicklung der Binnenschifffahrt interessieren.





